Burger mal ohne Fleisch? Wir zeigen euch zwei verschiedene Varianten, die mehr sind als nur ein Fleisch-„ersatz“. Unsere Burger-Patties können es auf jeden Fall mit Hackfleisch aufnehmen. Probiert es unbedingt aus!

Berno verzichtet nun seit geraumer Zeit auf Fleisch. Was das für mich bedeutet? Wenn wir uns sehen und gemeinsam kochen sind alle Rezepte vegetarisch. Das klingt als würde man eine starke Änderung in seinem Essverhalten vornehmen – und ich muss sagen, so ist es auch – ein bisschen. Mir als bekennender Fleischesser ist erst jetzt aufgefallen, dass ich so gut wie immer bei der Auswahl eines Gerichts Fleisch konsumiere. Doch meiner Meinung nach muss das nicht immer sein. Ein gesunder Fleischkonsum ist für mich in Ordnung, doch man muss auch mal „Out-of-the-box“ denken und andere Gerichte kreieren oder kennen lernen. Genau zu dieser Möglichkeit werde ich, seit Berno sich vegetarisch ernährt, immer wieder aufgefordert – und es gefällt mir sehr gut.

Aber zurück zum Thema: Vegetarische Burger. Ich finde es ist recht schwer ein Gericht, welches sich über eine Zutat definiert – wie das Fleisch beim Burger – vegetarisch zu kochen. Man denkt immer gleich an Ersatz, aber eigentlich ist es nur eine weitere Alternative. Wir haben uns dazu Gedanken gemacht und uns an zwei verschiedenen Rezepten ausprobiert. Zum einen findet ihr hier ein aufwändiges Rezept für Gemüse-Patties und zum anderen eine einfache Version. Ganz unten gibt es auch noch eine leckere Süßkartoffel-Beilage. Lasst euch inspirieren und versucht selbst einmal eine der Alternativen!

Die Zutaten für Gemüse-Patties (für ca. 3 große): 

1 große Zucchini
1 Kartoffel
2 Karotten
1 große Zwiebel
1 Ei
1 Scheibe Toast
zwei bis drei Esslöffel Haferflocken
Salz & Pfeffer

Zubereitung:

  1. Das Gemüse mit einer Raspel fein zerkleinern und alles in einen Topf geben. Wichtig hierbei ist, dass ihr wirklich eine sehr feine Raspel nehmt, sonst wird es keine gebundene Masse.
  2. Das Toastbrot hineinbröseln.
  3. Das Ei dazugeben und alles miteinander vermengen.
  4. Mit Haferflocken evtl. andicken und etwas Saft abgießen. Wenn die Masse feucht ist, kann man wahlweise mehr Haferflocken dazugeben.
  5. Die Masse mit euren Lieblingsgewürzen abschmecken. Wir haben hier Salz, Pfeffer und etwas Kreuzkümmel verwendet.
  6. Patties formen die der Größe der Brötchen entsprechen (die Parties verkleinern sich in der Pfanne kaum).
  7. Von beiden Seiten ca. 3 Minuten goldbraun anbraten. Achtung: Das Wenden der Patties braucht ein wenig Übung.
  8. Euren Burger bauen. Wir haben dazu klassisch Ketchup und eine Burgersoße gewählt und mit Salat, Tomate, Zwiebel und Cheddar- sowie Ziegenkäse belegt.
Die Zutaten für das Pattie in einer Schüssel
Das geraspelte Gemüse mit dem Brot, einem Ei und den Gewürzen.
Vegetarisches Pattie in der Pfanne
Das Gemüse-Pattie mit Sonnenblumenöl in der Pfanne.

Die Zutaten für Falafel-Patties (für ca. 3 große):

Wir waren etwas faul und haben auf das Falafelpulver aus dem DM zurück gegriffen. Das könnt ihr nach Anweisung super leicht zubereiten und schmeckt wirklich toll!

Zubereitung:

  1. Die Falafel nach der Packung mit dem Wasser anrühren und quellen lassen.
  2. 3-4 Patties formen.
  3. In der Pfanne (mit viel Öl, kein Olivenöl verwenden!) goldbraun anbraten.
Die Zutaten für die Burger Patties
Beide angerührte Teige. Nun müssen nur noch Patties geformt werden.
Das Falafel Pattie in der Pfanne
Das Falafel-Pattie schön braun gebraten in der Pfanne.

Wir haben beide Patties zum ersten Mal gemacht und sind zum Entschluss gekommen, dass die Gemüsevariante deutlich besser und vor allem saftiger schmeckt. Wenn es allerdings mal schneller gehen sollte, ist der Falafelburger auf jeden Fall eine Alternative, dann aber bitte mit viel Soße. Der Rest der Burgergestaltung überlassen wir euch. Wir mögen Zwiebeln, Salat, Tomaten, Essiggurken, Avocado, Cheddar oder Ziegenkäse auf unseren Burgern.

Als Beilage haben wir uns gefüllte Süßkartoffel gemacht. Diese Art der Süßkartoffel Zubereitung haben ich mir von der Freundin meines besten Freundes abgeschaut. Ich finde so kommt der Süßkartoffel-Geschmack (anders als bei den Pommes) viel besser zur Geltung. Müsst ihr unbedingt mal ausprobieren!

Die Zutaten für die Süßkartoffel-Schiffchen:

2 gut teilbare Süßkartoffeln (die Form darf nicht zu skurril sein)
Ein paar Frühlingszwiebelen
ca. 100g Feta
Salz, Pfeffer & Olivenöl

Zubereitung:

  1. Die Süßkartoffeln werden längs halbiert auf ein Backblech mit Backpapier gelegt und mit etwas Olivenöl beträufelt.
  2. Bei 200 Grad backen die Süßkartoffeln jetzt ca. eine Stunde (ja, so lange) im Ofen. Ihr könnt gegen Ende der Zeit mit einer Gabel reinstechen und testen ob sie weich sind.
  3. Die weichen Kartoffeln herausnehmen und mit einem Messer längs und quer einritzen damit eine Art Gittermuster entsteht.
  4. Die Hälften mit Feta bestreuen und mit einer Kuchengabel den Feta und das Innere der Süßkartoffeln leicht unterheben.
  5. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden
  6. Anschließend die Hälften erneut mit Olivenöl beträufeln, mit Salz und Pfeffer würzen und die Frühlingszwiebel darüber geben.
Die Süßkartoffelschiffchen im Ofen
Die halbierte Süßkartoffel mit Olivenöl vor dem Backen.
Die fertige Süßkartoffel mit dem Feta
Die Süßkartoffel mit dem Feta und den Frühlingszwiebeln. Lecker!

So, jetzt aber guten Appetit. Lasst es euch schmecken und überzeugt euch selbst von den vegetarischen Alternativen.

Und wenn ihr lieber ganz vegan unterwegs seid, probiert es doch mal mit dieser Suppe.

Der fertige vegetarische Burger
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