Thailand – Das Land in das zur Zeit gefühlt jeder reist. Was haben wir dort erlebt und wie haben wir das Land wahrgenommen? Hier erfahrt ihr wie wir unseren Urlaub geplant und was wir auf unserem drei wöchigen Backpacker-Trip erlebt haben.

Unsere Urlaubs-Planung

Unser Urlaub nach Thailand war eine eher spontan geplante Reise. Daniel hatte nach seinem Bachelor mit Freunden eine kleine Weltreise geplant und ich entschied mich die ersten drei Wochen ihn in Thailand zu begleiten. Ich habe meinen Flug zwei Monate vor Reiseantritt gebucht und hatte Glück einen Schnäppchen-Preis zu ergattern. Der Flug war ein zwölf-stündiger Direktflug von Köln nach Phuket.

Wirklich viel geplant oder vorgebucht hatten wir nicht. Das einzig Fixe für den Urlaub war eine grobe Reiseroute und das erste Hotel für die ersten 5 Tage auf Phuket. Es war für mich das erste Mal einen Urlaub, kaum geplant, und mit nur einem Rucksack zu erleben. Trotz allem war die Vorfreude riesig! Es war immer schon ein großer Wunsch von mir mit einem Rucksack Asien zu bereisen.

Rucksack für 3 Wochen Backpacking Urlaub:

Ein Backpackingurlaub ohne gut geplanten Rucksack ist kein Spaß! Deshalb haben wir uns für unseren Rucksack im vornherein viel Zeit genommen. Ich hatte einen alten Wanderrucksack von meinen Eltern und Daniel hat sich einen Neuen gekauft. Die Belastbarkeit war auf unserer Reise nicht sehr groß, da wir unseren Rucksack in unseren Unterkünften unterstellen konnten. Deshalb war ich mit einem älteren Modell gut bedient, Daniel war jedoch nach Thailand noch eine Weile unterwegs, da war der neue Rucksack die bessere Wahl. Der Rucksack war groß aber nach längerem tragen merkte ich schon, dass das Gewicht nicht optimal verteilt wurde. Ich rate für einen längeren Urlaub einen Rucksack zu kaufen, bei dem auch nach längerem Tragen das Gewicht nicht spürbar auf den Schultern liegt.

Für die dreiwöchige Reise hatte ich ein ausgeklügeltes Beutel-System entwickelt. Meine T-Shirts, Hosen, Schmutz- und Unterwäsche hatte ich jeweils in verschiedenen verschließbare Plastik-Beutel eingepackt. So war die Wäsche schnell im Rucksack zu finden, nahm weniger Platz weg und konnte nicht feucht werden. Um weiter Platz zu sparen habe ich meine Klamotten zusammengerollt, was super mit dem Beutel-System harmonierte.

Hier die Essentials meiner Packliste:

  • ausreichend T-Shirts und Unterwäsche
  • eine lange Hose
  • 4 kurze Hosen
  • zwei Badehosen
  • ein kleines Handtuch
  • ein Mikrofaser-Badehandtuch
  • eine dünne schwarze Jacke
  • ein Regencape
  • Flip-Flops und ein zweites Paar Schuhe
  • Desinfektion-Tücher für die Hände (für vor dem Essen)
  • Mein treuer Begleiter das Mückenspray (No Bite oder Antibrumm mit mind. 30% DET)
  • Pflegeartikel (Reiseduschgel, Deo-Spray, Sonnencreme, Bodylotion und Haar-Gel)

Wichtig für unsere Hostelaufenthalte war es noch ein Vorhängeschloss mitzunehmen. In Hostels gibt es meistens ein kostenloses Schließfach, in dem die Wertsachen mit einem eigenen Vorhängeschloss eingeschlossen werden können. Außerdem hatte ich noch ein Reise-Tagebuch und eine Einweg-Kamera besorgt. Jeden Abend hab ich in meine Eindrücke notiert  und mit der Kamera  jeden Tag ein Bild von einem für mich besonderen Moment aufgenommen.

Unser Trip

Wir starteten am 05.09 von Köln mit einem Direktflug nach Phuket. Auf Phuket haben wir die ersten 5 Tage verbracht. Das waren unsere Highlights:

  • Viele traditionelle Tempelanlagen
  • Die berühmt berüchtigte Bangla Road am Patong Beach
  • Viele tolle Roller-Touren
  • Den Big-Buddha, ein Wasserfall und den National-Park im Norden der Insel
  • Verrückte Affen und ein damit verbundener Krankenhausaufenthalt
  • Große moderne Einkaufszentren und schöne kulturelle Viertel in Phuket City
  • Ein toller Nachtmarkt in der nähe von Phuket-Stadt mit viel Street-Food

Von Phuket aus buchten wir einen günstigen Inlandsflug nach Bangkok. Dort verbrachten wir 4 Nächte in einem Hostel in der Nähe der Khao San Road. Leider war das Hostel ein Reinfall, was unsere Laune ein wenig beeinflusste. Ansonsten gibt es in Bangkok unglaublich viel zu sehen:

  • Die berühmte Kaoh San Road mit ihrem sehr aktiven (touristischen) Nachtleben
  • Tolle Bootstouren und Tuk-Tuk-Fahrten in traditionellen Vierteln Bangkoks
  • Den liegenden Buddha und die große Tempelanlage Wat Poh
  • Einen wundervollen Abend auf einer Rooftop-Bar
  • Chinatown mit einer grandiosen Essensauswahl
  • Riesige moderne Einkaufszentren und ein erschreckender nie-aufhörender Straßenverkehr
Eine typische Straße in Thailand

Von Bangkok flogen wir in den Norden nach Chang Mai. Dort buchten wir eine zweitägige Dschungel-Tour mit einem traditionellen Einwohner eines Dschungel-Dorfs. Wir waren von unserem Reiseführer und der Dschungel-Tour total begeistert. (Schreibt uns, wenn ihr den genauen Namen wissen wollt).

Chiang Mai ist bekannt für seine Dschungel-Touren, jedoch gibt es ein deutliches Überangebot. Es ist empfehlenswert sich auf Tripadvisor wirklich traditionelle Familienunternehmen zu suchen, die vielleicht auch einen teureren Preis verlangen. Dafür bekommt man aber auch wirklich einiges geboten und einen tollen Einblick in das traditionelle Leben der Bewohner der Dschungeldörfer. Unser Dschungeltrip kostete 3500 Bhat (umgerechnet ca. 90€), war also wirklich im oberen Preissegment, aber dafür beinhaltete er einen sehr erzählfreudigen Dschungelführer, die Fahrtkosten, einen Besuch auf einem einheimischen Markt, drei Mahlzeiten, einen Stopp bei einem Wasserfall, eine gut ausgewählte Wanderroute durch den Dschungel mit zwei Stopps in traditionellen Dörfchen, eine Übernachtung mitten im Dschungel in einem traditionellen Bambushäuschen, baden mit Elefanten und eine Floßfahrt.

Wir waren begeistert, gerade auch weil wir Wert darauf legten, dass Elefanten natürlich gehalten werden und nicht zu touristischen Show-Zwecken benutzt werden. Wir erfuhren, dass sich die zwei Elefanten jede Nacht, auf eigene Faust durch den Dschungel schlagen dürfen und sich so ihre Nahrung selbst beschaffen konnten.

Unsere Chiang-Mai Highlights:

  • Viele sehr traditionelle Tempelanlagen
  • Ein toller Nacht-Markt mit einem tollen Angebot an Essen
  • Unsere erste Thai-Massage
  • Die nie vergessende Dschungeltour
Berno mit den Elefanten in Thailand
Frühstück im Dschungel in Thailand

Von Chiang Mai sind wir zurück nach Bangkok geflogen, dort ging es ohne Zwischenstopp mit dem Nachtzug weiter zur Hafenstadt Surat Thani und von dort aus mit der Fähre auf die Insel Koh Tao und danach nach Koh Samui.

Den Nachtzug hatten wir am Hauptbahnhof in Bangkok vor der Reise nach Chiang Mai gebucht. Wichtig ist es hier den richtigen Anbieter zu finden und sich nicht von aufdringlichen Thailändern ein Ticket andrehen lassen. Für Reisende ein Tipp: Das Ticket bis auf die Inseln ist quasi der Verkaufsklassiker und sollte nicht an den normalen Schaltern im Bahnhof gekauft werden, sondern ganz links in einem separaten Raum.

Es beinhaltet den Nachtzug, die Busfahrt zur Fähre und die Fähre nach Koh Tao und kostet 1400 Bhat (umgerechnet ca. 38€). Wir haben für den Zug die 2. Klasse gebucht (der Standard). Es war nicht gerade eine sehr angenehme Reisemöglichkeit, aber für eine Nacht war es okay. Viel schlafen konnten wir aber nicht, da die Vorhänge vor den Schlafbuchten nicht sehr abdunkelnden.

Koh Tao war die ruhigste Insel und vor allem als Tauchmekka sehr bekannt. Wir entspannten hier vier Tage, genossen unsere tolle Unterkunft und verbrachten schöne Tage an teilweise versteckten (Schnorchel-)buchten.

Der letzte Stop war die Insel Koh Samui. Hier war es um einiges belebter als auf Koh Tao. Tolle Strände, ein Tagetrip um die Insel und schöne Nachtmärkte bestimmten unseren Aufenthalt.

Highlights auf den Inseln:

  • Eine tolle Unterkunft auf Koh Tao (Koh Tao Hillside Resort)
  • Unsere ersten erfolgreichen Schnorchel-Erlebnisse
  • Viele tolle Strände und ausgiebige Sonnentage
  • Verrückte Straßenverhältnisse und Roller-Manöver
  • Eine Rundfahrt mit dem Roller auf der Insel Koh Samui innerhalb von einem Tag
Die Aussicht von unserem Bungalow auf Kuh Tao
Dekoration in Chiang Mai

Am 27.9 bin ich wieder zurück nach Deutschland geflogen. Nach drei Wochen Thailand Urlaub mit Entspannung, kultureller Vielfalt, warmem Klima und tollem Essen, aber auch Reisestrapazen freute ich mich wieder auf das doch sehr andere Deutschland. Wir Deutschen können wirklich stolz auf unsere Kultur sein, was meiner Meinung nach in der heutigen Zeit viel zu selten geschätzt wird.

Thailand hat bei mir Lust auf mehr gemacht. Drei Wochen Urlaub  spontan mit einem Rucksack unterwegs zu sein ist doch ein aufregendes Lebensgefühl. Ich habe mich total frei und unabhängig gefühlt. Viele Eindrücke rufe ich heute immer noch ab und ich versetzte mich gerne zurück in diesen Traumurlaub.

(Visited 37 times, 1 visits today)

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.