In diesem Blogartikel will ich meine Erfahrung  über mein Studium und der damit verbundenen Finanzierung teilen. Ich gehe auf die Fragen ein: Wie finanziere ich mein Studium? Wie kann man einen Werkstudentenjob und ein Studium unter einen Hut bekommen? Ist Bafög eine gute Finanzierungsmöglichkeit und was sind meine Learnings?

Mein Studium und meine Jobs

Wahrscheinlich haben es viele von euch schon mitbekommen. Ich studiere zurzeit im 6. Semester Medienwirtschaft an der Hochschule der Medien in Stuttgart. Das Studium gefällt mir wirklich sehr gut. Die Vorlesungen sind sehr praxisorientiert, man kann nach dem Grundstudium viele Projekte und verschiedenen Medien-Produktionen belegen, die Spaß machen und in denen man unglaublich viele Fertigkeiten und Kenntnisse  erwerben kann. Aber jetzt mal weg von meinem Studium und hin zu meiner Finanzierung. Wie kann ich mir das Studium leisten?

Meine Finanzierung würde ich als Mischfinanzierung bezeichnen, d.h.: Ich finanziere mich über verschiedenen Einkünfte. Im Klartexte bedeutet das, dass ich zum einen Bafög beziehe (dazu unten mehr), außerdem arbeite ich nebenher als Werkstudent und natürlich unterstützen mich meine Eltern. Seit dem ersten Semester habe ich mir eine Werkstudentenstelle gesucht und fleißig neben meinem Studium gearbeitet. Am Anfang des Studiums habe ich als Promoter gearbeitet. Der Vorteil hier waren definitiv meine flexiblen Arbeitszeiten. Im dritten Semester wollte ich aber auch endlich berufliche Erfahrung in meiner Branche sammeln und habe daher während des 3. und 4. Semesters als Werkstudent in einer Werbeagentur gearbeitet. Im 5. Semester habe ich mein Praxissemester absolviert und daher Vollzeit in einem Unternehmen gearbeitet. Jetzt im aktuellen 6. Semester arbeite ich wieder neben meinem Studium in einer Werbeagentur als Werkstudent. Doch wie bekomme ich mein Studium, den damit verbundenen hohen Workload, die vielen Gruppentreffen und den Job unter einen Hut?

Studium und Arbeiten Stuttgart

Studieren und nebenher Arbeiten – How?

  • Gute Planung und feste Wochentage

Ein wichtiger Punkt, sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Studierenden, ist es regelmäßige Wochentage einzuplanen für das Arbeiten. Wenn ihr einen Werkstudentenjob habt, plant also mit eurem Vorgesetzten wöchentlich-feste Arbeitstage. Mir hilft die Planung der Wochentage einen Rhythmus im doch sehr durchwachsenen Studentenleben zu schaffen und gleichzeitig meine Gruppentreffen und To-Dos auf die freien Wochentage einzuplanen.

  • Flexibilität im Job

Trotzdem sollte der Arbeitgeber dem Studierenden eine gewisse Flexibilität ermöglichen. Trotz festen Wochentagen, kann es mal sein, dass der Workload des Uni-Stuffs eine hohe Aufmerksamkeit verlangt oder eine Blockveranstaltung auf den Arbeitstag fällt. Ich kläre solche Fälle immer rechtzeitig mit meinem Arbeitgeber ab, das hilft Missverständnisse vorzubeugen und bringt mehr Flexibilität. Außerdem werde ich nach Stunden bezahlt und erhalte kein festes Gehalt. D.h. wenn ich jetzt statt den geplanten 16 Stunden, doch nur 12 Stunden arbeiten kann, bekomme ich zwar weniger Geld, bin aber so nicht an die vereinbarten Stunden gebunden, die mit einem festem Gehalt abzuarbeiten sind.

  • Organisation und Deadlines

Kalender führen ist ein Muss bei so vielen Terminen und anstehenden Deadlines. Ob digital oder analog hilft ein Kalender den Überblick zu halten und Abgaben trotz Job rechtzeitig fertig zu bekommen. Wenn ich in mein Kalender schaue, ist der schon ziemlich voll für die nächsten Monate. Das kann ganz schön deprimierend sein und den Eindruck erwecken, dass die Freizeit zu kurz kommt. Hier hilft nur den kühlen Kopf zu bewahren und jede freie Minute zu suchen und zu genießen, die einem im Alltag bleiben. Ich habe einen Kalender mit einer Woche pro Doppelseite und Platz für Notizen. Daniel hatte ganz lange immer einen Kalender von Moleskine, ist aber vor kurzem auf den digitalen Google-Kalender umgestiegen und schwört seitdem darauf.

  • Ehrgeiz

Auch dieser Punkt muss hier genannt werden. Ohne hohe Motivation und den nötigen Ehrgeiz können Studium und Job nicht unter einen Hut gebracht werden. In beiden Bereichen wird eine hohe Leistung vom Studierenden gefordert und nur mit Engagement kann das klappen.

Good things to know about Bafög

Eine meiner Finanzierungsmöglichkeit für mein Studium ist das Bafög – eine staatliche Förderung, die (theoretisch) jedem zur Verfügung steht. Ich beziehe das elternabhängige Bafög, was bedeutet, dass die finanzielle Situation der Eltern Einfluss hat auf die Höhe der Förderungssumme.

Ich habe mich dafür entschieden, denn nur mit einem Werkstudentjob finde ich es sehr schwierig alle Kosten decken zu können. Hilfe beim Ausfüllen oder generelle Fragen zum Bafögantrag würde ich immer persönlich beim Bafögamt einholen, entweder bei der Sachbearbeiterin oder an der Rezeption. So seid ihr gleich auf der sicheren Seite, dass alle Dokumente passen und ihr alles zusammen habt und vermeidet langwierigen Brief- oder Mailverkehr.

Meine Learnings:

  1. Ich habe während meines Praxissemesters Bafög beantragt, was im Nachhinein nicht sehr klug war, da mein Einkommen aus dem Praktikum nun immer noch angerechnet wird. Dies wirkt sich negativ auf die Förderungssumme aus. Ich kann euch als Tipp auf den Weg geben, dass ihr während des Praxissemesters kein Bafög beantragen solltet, sondern den Antrag erst wieder für das darauffolgende Semester stellen solltet.
  2. Wenn sich etwas an der finanziellen Situation der Eltern ändert, kann ich den Antrag auf Aktualisierung empfehlen. Das Bafög wird immer mit der Steuererklärung der Eltern vor zwei Jahren berechnet, wenn sich etwas aktuell ändert, wird die Förderungssumme neu berechnet und angepasst.
  3. Persönlicher Kontakt mit der Sachbearbeiterin ist wirklich von Vorteil. So spart ihr euch Zeit und Nerven.
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