Für atemberaubende Landschaften und abenteuerliche Aktivitäten muss man nicht immer weit Reisen. Ich war mit vier Freunden über ein langes Wochenende am Tegernsee wandern. Hier alles zu unserem Trip.

Das perfekte Wochenende am Tegernsee

Am 15.06. um 08:00Uhr morgens gings für ein verlängertes Wochenende los an den Tegernsee. Die Eltern einer Freundin haben dort eine Ferienwohnung, daher war schnell klar dort wandern zu gehen. Unser Ziel: Ein Wochenende voller Sonne, Entspannung und Wanderabenteuer.

Daniel auf dem Gipfel des Schildenstein am Tegernsee

Vier Tage: Sonne, See, wandern, Tretboot, Schluchten, Gipfelkreuze und Bergbahnen

Donnerstag

Nach unserer Ankunft am Donnerstag gegen 14:00Uhr haben wir uns aufgrund des sonnigen Wetters entschloss kurz unsere Sachen in der Wohnung auszuladen und direkt zum See zu gehen. Perfekter weise lag ein Seebad nur 5 Gehminuten entfernt und es kostete nichtmal Eintritt – das freut sich das Schwabenherz.

Trotz des warmen Wetters hatte das Seewasser ernüchternde 19 Grad, was uns aber nicht davon abhielt vom Steg zu springen um uns abzukühlen (aber so richtig). Nach einem entspannten Nachmittag gings zurück in die Wohnung mit einem kleinen Abstecher bei einem bayrischen Blasorchester (#klischee).

Nach Couscous und Gemüse stand eigentlich noch Wein und Kartenspielen bis in die Nacht auf dem Plan, aber das frühe Aufstehen machte uns einen Strich durch die Rechnung und so gingen wir alle einvernehmlich um ca. 23:30 Uhr ins Bett.

Freitag

Aufwachen und vom Gegenteil des gestrigen Wetters begrüßt werden – uncool. Da mussten wir erstmal mit einem schönen Frühstück entgegenwirken. Gestärkt haben wir uns entspannt gegen 13:00Uhr auf den Weg zum Wallberg gemacht den wir via Bergbahn erklommen haben. Oben haben wir Wind und Wetter getrotzt und den 30 minütigen Aufstieg auf die Spitze auf uns genommen – die Aussicht war es allemal Wert. Da es jetzt weniger nach Regen aussah sind wir kurzerhand den Rückweg zu Fuß angetreten – hat auch nur 2,5h gedauert.

Den Tag abgerundet hat das abendlichen „illegale“ Grillen im Seebad. Falls ihr euch fragt, ja wir lieben die Gefahr. Mit Steak und Marshmallows den Sonnenuntergang über den See bewundern, was gibts besseres?

Samstag

Mit ein wenig Muskelkater von Vortag starteten wir hochmotiviert, denn heute stand die große Wanderung an (ohne Bergbahn Schummelei). Von 13:30Uhr bis 21:30Uhr schlugen wir uns über Hügel, Täler, Berggipfel und Schluchten (weiter unten mehr dazu). Obwohl wir uns danach kaum noch auf den Beinen halten konnten schauten wir noch beim lokalen Waldseefest vorbei, was sich als echter Glücksgriff erwies. Steckerlfisch, Obazda, Bier und Trachten erfüllten gleich mehrere Bayern Klischees, herrlich.

Sonntag

Für heute war nochmal Sonne pur angekündigt. Nachdem wir in der Wohnung klar Schiff gemacht hatten haben wir uns ein eigenes ausgeliehen und sind trotz Wandermuskelkater mit dem Tretboot raus auf den See gefahren. Zwei Stunden Sonne tanken und ein letztes mal in den See hüpfen bevor wir gegen 16:30Uhr den Rückweg angetreten haben.

Der Ausblick vom Schildenstein am Tegernsee
Tretboot auf dem Tegernsee

Die Wanderung

Die große Wanderungen traten wir Samstags an. Um 13:30Uhr ging es los (wir waren für Wanderverhältnisse schon recht spät dran). Ich hatte mich davor erkundigt und eine Wanderung rausgesucht die uns ein wenig herausfordern (gelungen!) und uns aber aber schöne Panoramen bieten sollte (ebenfalls gelungen).

Wir starteten von dem Wanderparkplatz Wildbad-Kreuth und dem Schildenstein zu besteigen. Da wir am falschen Parkplatz starteten begannen wir mit dem vorgesehen Abstieg und endeten mit dem Aufstieg (was im Endeffekt keinen großen Unterschied macht), wir bemerkte das aber erst nach gut zwei Stunden wandern.

Los ging essehr steil hinauf durch einen verwunschenen Wald  der in einer weiten Alpen Panoramalandschaft auslief. Über Hütten, Brücken und Kuhweiden ging es entspannt voran bis die Hügel felsiger wurden. Der Aufstieg wurde steiler, die Aussicht aber auch immer spektakulärer. Nach einem gefühlt nie enden wollenden Teil durch einen mit Felsabschnitten gesäumten Waldweg standen wir vor der Bergspitze. Den letzte Aufstieg auf den Gipfel meisterten wir in 15 Minuten, angetrieben von dem Gedanken an unser Vesper dass wir auf dem Gipfel essen wollten. Aber nicht nur für das Vesper sondern auch für die Aussicht hat es sich allemal gelohnt, das Bergpanorama war unglaublich.

Nach einer Rast auf dem Gipfel ging es an den Abstieg über die Wolfsschlucht (mein persönliches Highlight). Der nicht ganz ungefährliche Weg nach unten musste halb kletternd, mit Hilfe von Klettersteigen und halb stolpernd absolviert werden. Im Tal wurde man mit einem Wasserfall und der Wanderung durch das schöne Flussbett belohnt. Der Weg endete schließlich in einem normalen Waldweg zurück zum Parkplatz. Pünktlich zu Dämmerung waren wir um 21:30Uhr wieder am Auto.

Hier nochmal die genaue Beschreibung der Route und alle weiteren Infos:

http://bit.ly/2sF4Mqu

Und hier eine Packliste für eine eintätige Wandertour:

  • Genug Wasser (2-3 Liter p.P.)
  • Isotonisches Getränk
  • Bei Sonne: Kopfbedeckung
  • Eine Mahlzeit (z.B. Vesperbrote)
  • Süße Snacks die Energie liefern (Müsli Riegel, Feigen, …)
  • Regenjacke/ warme Klamotten (je höher, desto kälter)
Die Aussicht bei unserer Wanderung
Der Wasserfall in der Wolfsschlucht
Der Abstieg über die Wolfsschlucht
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